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The Times They Are-A-Changing

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Nun ist es soweit. Das Komitee für den Literaturnobelpreis hat sich endlich entschieden, den Preis 2016 an einen Musiker zu verleihen. Und nicht an irgendeinen: Robert Allen Zimmermann, besser bekannt als Bob Dylan. Warum das schon lange Zeit überfällig war und warum Musiker_innen so wichtig für unsere Gesellschaft sind, möchte ich in folgenden Absätzen ausführen.

Berühmtheit erlangte Dylan erstmals 1963 durch sein Lied „Blowin in the Wind“. In diesem Lied stellt er mehrere rhetorische Fragen, etwa wie oft Kanonenkugeln fliegen müssen, bevor sie immer verbannt werden. Im Refrain heißt es dann für immer wieder, dass die Antwort zu diesen Fragen im Wind weht. Das Lied etablierte sich sehr schnell zu einer Anti-Kriegs-Hymne. Nicht anders verlief es mit dem Titelsong seines dritten Albums „The Times They Are-A-Changing“.

Bob Dylan veranschaulichte damit, wie sehr sich die Gesellschaft zu der damaligen Zeit veränderte. Außerdem fordert er unter anderem Politiker_innen auf („come senators and congressman please heed the call..“ ), den gesellschaftlichen Wechsel nicht zu blockieren, weil das nur zu einem Nachteil für sie führen würde.

„Here comes the story of the Hurricane“

Bob Dylan hat aber mit seiner Musik viel mehr gemacht als den meisten von uns heute klar ist. Bestes Beispiel: „Hurricane“ aus dem Jahr 1976. Dieses Lied erzählt die Geschehnisse des Falls von Rubin „Hurricane“ Carter, einem afroamerikanischen Boxer. Dieser wurde 1966 aufgrund eines, mit vielen Ungereimtheiten gespickten, Verfahrens wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Als das Urteil 1976 bestätigt wurde, kam es zu großen Protestbewegungen, denen sich ebe auch Bob Dylan angeschlossen hat. 1985 hob das oberste US-Bundesgericht das Urteil aufgrund gravierender Verfahrensmängeln auf und Carter kam frei. Er starb 2014.

Bob Dylan soll eigentlich nur der Stein des Anstoßes dafür sein, dass Musiker_innen in Zukunft nicht nur für ihre kommerziellen Erfolge, sondern auch für ihre Bedeutung in der Gesellschaft geehrt werden sollen. Natürlich wird das in unserer heutigen kapitalisierten Welt immer schwerer, obwohl es natürlich trotzdem noch Musiker_innen gibt, die nicht nur auf ihre Gewinne schauen.

Doch die Blütezeit eben jener Musiker_ innen ist natürlich die Woodstock-Generation. Auch, wenn Woodstock einst als kommerzielles Festival geplant war, so beschlossen die Veranstalter_innen (allen voran Michael Lang) im Laufe der Veranstaltung, für das Festival keinen Eintritt mehr zu verlangen. Damit entschieden sie sich nicht nur für einen riesigen Verlust, sondern auch für die Musik und ihre Bedeutung in Protestbewegungen (zu diesem Zeitpunkt der Vietnam-Krieg). Erst später entwickelte sich Woodstock, jedoch unerwartet, zu einem kommerziellen Erfolg durch den Dokumentationsfilm und dessen Soundtrack. Viele Musiker_innen, die dort auftraten, sind heute noch Symbolfiguren für diese Bewegung. Zum Beispiel Grace Slick von Jefferson Airplane und Janis Joplin. Sie brachen damals die Männerdomäne im Rockn‘Roll auf, was sie zu ewigen Legenden in der Musikgeschichte machte.

Stefan Rosenauer studiert Jus an der JKU Linz und ist Aktivist der SJ Linz.

Autor:sjlinz

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