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18.03.2010<<< zurück

Stadt Linz braucht keine Hitler-Geschenke

Linzer Kulturreferent Vzbgm. Erich Watzl soll VP-Verhältnis zur NS-Zeit klarstellen.

Als „skandalös“ und „jenseitig“ bezeichnet Stefan Etzelstorfer, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, den jüngsten Vorschlag des Linzer Gemeinderats Franz Hofer (ÖVP), die im vergangenen Jahr entfernte „Aphrodite-Statue“, ein Geschenk Adolf Hilters an die Stadt Linz, wieder in der Öffentlichkeit aufzustellen. „Diese Forderung ist nicht nur äußerst skurril, sondern vielmehr auch skandalös“, ist Etzelstorfer empört. „Es scheint, als habe der umstrittene Titel der letztjährigen Ausstellung 'Kulturhauptstadt des Führers' im Linzer Schlossmuseum Gefallen innerhalb der Volkspartei gefunden.“

„Was ist bloß mit der ÖVP los?“, fragt sich Etzelstorfer. Mit Entsetzen sei festzustellen, dass die Volkspartei in jüngster Zeit scheinbar immer wieder Schwierigkeiten habe, sich dezidiert vom Nationalsozialismus zu distanzieren: Von der Quasi-Wahlempfehlung des niederösterreichischen LAbg. und Klubobmanns Klaus Schneeberger für die freiheitliche Rechtsaußen-Kandidatin zur Präsidentschaftswahl am 25. April 2010, Barbara Rosenkranz (sie trat bekanntlich bereits mehrmals für die Aufhebung des NS-Verbotsgesetzes ein), bis hin zur Verharmlosung der jüngsten rechtsextremen Schmierereien an den Außenmauern des ehem. KZ Mauthausen durch den Landeskulturreferenten LH Josef Pühringer („Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen“).

„Anstatt derart skandalöse Forderungen zu erheben, sollte sich die ÖVP mehr als 65 Jahre nach dem Ende von Faschismus und Nationalsozialismus endlich ihrer eigenen Geschichte stellen und diese aufarbeiten“, so Etzelstorfer. „Wir fordern eine klare Distanzierung des Linzer Kulturreferenten Vzbgm. Erich Watzl vom Vorschlag seines Parteikollegen Hofer sowie eine Erklärung über sein Verhältnis zur NS-Zeit.“

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