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11.02.2009<<< zurück

SJ-Linz: ÖVP soll sich endlich der eigenen Vergangenheit stellen!

Auf „großes Unverständnis“ stößt bei Stefan Etzelstorfer, Vorsitzenden der
Sozialistischen Jugend Linz, die Ignoranz und Verleugnung der eigenen
Vergangenheit durch die ÖVP. „Wenn sich morgen die tragischen Vorfälle
rund um den österreichischen Bürgerkrieg zum 75. Mal jähren, wäre das
Grund genug, endlich mit der eigenen Vergangenheit ins Reine zu kommen“,
so Etzelstorfer.

Als „skandalös“ empfindet Etzelstorfer zudem, dass beispielsweise das Bild
des christlich-sozialen Diktators Engelbert Dollfuß auch heute noch in den
ÖVP-Klubräumen im Parlament hänge. Dollfuß stehe für Mord und
Unterdrückung der politisch Andersdenkenden, für die Ausschaltung der
Demokratie in der Ersten Republik sowie für die Zerschlagung der
ArbeiterInnenbewegung. „Die ÖVP hat anscheinend bis heute nichts aus der
Vergangenheit gelernt. Immer noch stilisiert sie den Faschisten Dollfuß als
‚Heldenʼ und ‚Widerstandskämpferʼ. Das ist ein Fußtritt ins Gesicht und eine
Verhöhnung all jener, die in der ständestaatlichen Diktatur ihr Leben lassen
mussten“, ist Etzelstorfer empört.
ÖVP-Obmann Josef Pröll, aber auch sein Parteifreund Landeshauptmann
Josef Pühringer sollten diese Tage zum Anlass nehmen und endlich ihre
eigene Geschichte aufarbeiten, so wie es auch die SPÖ vor einigen Jahren
getan hat. „Wie lange will die ÖVP eigentlich noch warten?“ fragt sich
Etzelstorfer. „Nur wer sich zur eigenen Vergangenheit bekennt, ist auch als
staatstragende Partei vertretbar“, so Etzelstorfer abschließend.

Rückfragehinweis: Stefan Etzelstorfer, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Linz,Tel.0699/11270384.

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