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09.05.2010<<< zurück

Jugend ohne Arbeit, Gesellschaft ohne Zukunft

 

 

 

 

 

 

 

 

Rund 60.000 Jugendliche sind derzeit ohne Job. Ein fatales Signal der Gesellschaft, bereits als junger Mensch scheinbar nicht gebraucht zu werden. Unter der aktuellen Wirtschaftskrise leiden viele junge Menschen, vor allem auch Migrant_innen und Frauen. Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit, doch falsche Politik verursacht Arbeitslosigkeit.


Wir fordern eine Garantie für alle junge Menschen auf kostenlose und qualitativ hochwertige Ausbildung. Dazu gehört eine breite Auswahl an vollwertigen Lehrplätzen.  Jugendliche müssen ernstgenommen und fair bezahlt werden.
Mit unserer Kampagne „Jugend ohne Arbeit. Gesellschaft ohne Zukunft“ fordern wir die verantwortlichen Politiker_innen auf, endlich zu handeln. Unterstütze uns: Für eine echte Job-Offensive für junge Menschen!


Mehr Infos zur Kampagne
Im Rahmen der Kampagne finden verschiedenste Veranstaltungen in Linz statt (Diskussionsrunden, Straßenaktionen, Infotische, etc.). Zusätzlich gibt es zahlreiche Materialien (z.B. Plakate, Broschüren, Aufkleber, Sticker) zu bestellen. Mehr zur aktuellen Kampagne findest du hier.

 

Arbeitslosigkeit ist weiblich

In der aktuellen Krise entsteht gern der Eindruck, Männer seien deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Tatsächlich gingen in den vergangenen Monaten Zehntausende Arbeitsplätze in der Industrieproduktion (stark männerdominiert) verloren. Was gern verschwiegen wird: Frauen sind beim AMS oft nicht als arbeitslos registriert – fallen also  nicht unter die öffentliche Statistik. Zudem ist die Neueinstellungsquote von Frauen bereits im der ersten Jahreshälfte 2009 deutlich hinter jene der Männer zurückgefallen. Gerade im konservativen Österreich ist das Bild des „männlichen Ernährers“ noch immer  vorherrschend. Das heißt, Männer werden bei der Vergabe von ohnehin knappen Jobs eher bevorzugt. Frauen bleibt somit oft die unbezahlte Haus- oder Pflegearbeit in den eigenen vier Wänden. Die tatsächliche Zahl jener Personen (fast ausschließlich Frauen), die einer Form von häuslicher Tätigkeit (Kinderbetreuung, Pflege etc.) nachgehen, wird auf rund 200.000 Personen geschätzt.

Arbeitslosigkeit ist migrantisch


Steigt die Arbeitslosigkeit, sind Bürger_innen aus Nicht-EWR-Staaten die ersten, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Sie arbeiten meist im Niedriglohnbereich. Der Verlust der Arbeit bedeutet für viele Haushalte und Familien einen massiven Einkommensausfall. Viele Migrant_innen erhalten keine oder nur geringe staatliche Transferzahlungen (z.B. Wohnbeihilfe). Gerade unter den jugendlichen Arbeitslosen finden sich besonders viele Jugendliche mit migrantischem Hintergrund. Schlechte Grundschulbildung und zu wenig Förderung sind die wesentlichen Barrieren für das Finden einer Lehrstelle oder den Besuch einer höheren Schule. Die Folgen sind für das restliche Leben fatal: Schlechtqualifizierte Menschen sind stets die ersten Opfer bei Rationalisierungsmaßnahmen von Unternehmen oder krisenbedingten Kündigungen.

 

Wir haben ein Recht auf Arbeit: Für eine echte Job-Offensive!

 

 

  • Einführung eines trialen Lehrlingsausbildungssystems
  • Ausbau öffentlicher Lehrwerkstätten: Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Ausbildung!
  • Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen bis zum 24. Lebensjahr
  • Mehr Rechte für Lehrlinge: Verkürzung der Probezeit, besserer Kündigigungsschutz sowie Erhöhung und Vereinheitlichung der Lehrlingsentschädigung („Lehrlings-Mindestlohn“)
  • Schaffung eines „Lehrlingsfonds“ für Unternehmen: Alle zahlen ein; jene Untenehmer_innen, die Lehrlinge ausbilden, erhalten daraus Unterstützung (Art Rückvergütung)
  • Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von mindestens 10 Euro pro Stunde

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